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Chasing Ted
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Geschrieben am 20.08.2009 - 15:39:09
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Dann wollen wir doch hier mal ein bisschen Leben rein bringen... Diese Story hat zwar schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, ist aber fertig geschrieben und eignet sich damit vielleicht auch ganz gut, um den Ball ins Rollen zu bringen. Ich werde alle paar Tage einen neuen Teil posten, und hoffe auf Feedback - und es ist wirklich jegliche Art von Kritik, von Feedback oder einfach nur Kommentaren gern gesehen, gute wie schlechte, immer her damit! Smile

CHASING TED


PROLOG 1

„Vater unser im Himmel...“

Dieses Gebet kenne ich vor allem durch die irisch-stämmigen Katholiken, mit denen ich hin und wieder Geschäfte mache. Diese Leute sind diejenigen, die mir immer am gastfreundlichsten gegenübertreten, und das egal wann ich mit ihnen zusammen treffe. Sie trinken gerne, sie lachen gerne und sie feiern gerne. Vielleicht habe ich deshalb gerade dieses Gebet gewählt, um mich zu sammeln. Sie sind mir eben auf eine Weise sympathisch.

„...Und vergib uns unsere Schuld...“ Warum sollte ich sonst beten? Ich bin weder Christ noch sonst irgendwie gläubig. Das Gebet verfehlt jedoch trotzdem nie seine Wirkung – meine Konzentration steigt, ich fühle mich geerdet, ruhig und bereit.

„...und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Die Augen geschlossen, spüre ich den kühlen Lauf meiner wohl einzigen wahren Liebe in diesem Leben. Es ist ein beruhigendes Gefühl, die Erinnerung an die kalte Nachtluft in dem Metall an meiner Stirn zu spüren. Ein letzter, tiefer Atemzug, und ich lasse die Hände langsam sinken.

Das Gewicht der Beretta in meiner Hand ist mir angenehm vertraut. Sie hat mich noch nie im Stich gelassen. Eine Beretta 92, halbautomatisch, 15 Schuss, Schalldämpfer. Meine einzig wahre Liebe. Und auch die einzige Konstante in meinem Leben. Sie und das brennende Verlangen nach Rache. Die einzigen Konstanten. Jobs kommen und gehen. Frauen kommen und gehen. Das Leben selbst kommt und geht...

Vorsichtig, darauf bedacht, nur ein Schatten unter Schatten zu sein, richte ich mich aus der Hocke auf. Ein paar Schritte noch. Die Tür steht halb offen. Gut. Ein paar Sekunden beobachte ich den Menschen der da, nicht weit von mir entfernt, so friedlich schläft. Sein Atem geht ruhig und gleichmäßig.

Ich kenne ihn nicht. Ich lege an, ziele, und drücke ab. Nichts als ein leises, kurzes Pfeifen ist zu hören. Dann: Stille. Kein Atemzug mehr. Kein einziges Geräusch. Nur meine Schritte, die sich leise vom Ort des Geschehens entfernen. Der Schuss hat exakt gesessen.

Bis man ihn findet, wird es noch eine ganze Weile dauern. Wieder ein Job, den ich erfolgreich hinter mich gebracht habe.


Fortsetzung folgt...


Charlie Kaufman: Here you go. The killer's a literature professor. He cuts off little chunks from his victims' bodies until they die. He calls himself "the deconstructionist".
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Geschrieben am 22.08.2009 - 18:57:02
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RE: Chasing Ted

PROLOG 2

Blut! So viel Blut! Überall Blut!

Schweißgebadet setzte Ted sich in seinem Bett auf. Sein Herz drohte aus seiner Brust zu springen, so schnell schlug es, und sein Atem ging unregelmäßig und keuchend. Er musste ein paar Mal blinzeln, bis seine Augen seine Umgebung wahrnehmen wollten. Sofort inspizierte er seine Hände. Es war noch nicht ganz hell, so dass das Meiste noch an verschwommene Töne von Grau erinnerte. Ted führte seine Hände näher an sein Gesicht, um ganz sicher sein zu können, dass kein Blut daran klebte. Ein erleichtertes Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als er feststellte, dass er nur einen Albtraum gehabt hatte. Jetzt erst einmal eine Zigarette!

Ted schlug mit einer Hand die dünne Decke nach hinten, während er mit der anderen nach der Schachtel Zigaretten, dem Feuerzeug und dem Pappbecher auf seinem schmucklosen Nachttisch angelte. Dann ließ er die Füße über die Bettkante hängen, lehnte sich gemütlich nach hinten gegen die beruhigend kühle Wand, und nahm sich die letzte Zigarette aus der Schachtel. Schon wieder leer. Er musste unbedingt neue besorgen, bevor er sich heute an die Arbeit machte.

Er zündete sich den Tabakstängel an und sog genüsslich den Rauch ein. Ja, langsam konnten sich auch seine Muskeln wieder entspannen.


Fortsetzung folgt...


Charlie Kaufman: Here you go. The killer's a literature professor. He cuts off little chunks from his victims' bodies until they die. He calls himself "the deconstructionist".
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Geschrieben am 25.08.2009 - 17:30:03
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RE: Chasing Ted

Es liest zwar eh keiner, aber was soll's... ;)

FETZEN

Als Ted zur Arbeit kam, wartete schon Chiara auf ihn. Sie saß hinter seinem Schreibtisch, den Stuhl nach hinten gekippt, die Füße auf dem Tisch übereinander geschlagen, und schoss frech kichernd mit einem Gummiring Papierfetzen durch die Gegend.

„Morgen, Ted. Du siehst schrecklich aus. Schon wieder ein Albtraum?“ Chiara grinste, machte jedoch keine Anstalten, aufzustehen.

Ted nickte nur, drückte seinen Zigarettenstummel im überladenen Aschenbecher auf seinem Schreibtisch aus und machte sich an der Kaffeemaschine in der Ecke zu schaffen. Eine Tasse der dampfenden, duftenden schwarzen Flüssigkeit in der Hand, hieß er Chiara seinen Schreibtischstuhl zu räumen.

Mit einem leisen Brummen kam sie seiner Aufforderung nach, stand auf und ging um den Tisch herum. Als Ted sich nun auf seinen Platz setzte, sah sie ihm direkt ins Gesicht. „Du solltest nicht andauernd so ein Arbeitstier sein. Vielleicht hören dann ja deine Albträume ganz von selber auf. Lach mal wieder und entspann dich. Die ganzen Überstunden in letzter Zeit waren doch ziemlich viel Stress.“

Ted hielt seinen Blick auf die volle Schreibtischplatte geheftet, Chiaras durchdringendem Blick ausweichend. Er musste die Papierstapel, die sich inzwischen hier türmten, mal wieder aufräumen. Aber Chiara hatte ja recht. Er arbeitete wahrscheinlich zu viel. Das Projekt, an dem er seit inzwischen sieben Monaten arbeitete, nahm viel zu viel seiner Zeit in Anspruch... Aber es war auch alles, was er hatte, sein Herzblut. Endlich konnte er Ideen in Realität umsetzen, und das war eigentlich alles, was er je gewollt hatte. Oder? Chiara erwartete eine Antwort. Mit einem Schulterzucken erwiderte er auf ihre Frage, „Aber meine Arbeit ist doch das, was ich machen will...“

Chiaras Mundwinkel verzogen sich zu einem traurigen Lächeln. „Entschuldige, ich hab vergessen, mit wem ich hier rede. Mein Chef entspannt“ – bei diesem Wort deutete Chiara mit ihren beiden Zeige- und Mittelfingern Anführungszeichen an – „sich ja, wenn er wie ein Wilder arbeitet...“

Ted hasste es, wenn Chiara ihm so kam. Ja, er war technisch gesehen ihr Vorgesetzter, aber er hätte eigentlich gedacht, sie wären Freunde. Außerdem war er fünf Jahre jünger als sie. Der Sarkasmus, den Chiara von Zeit zu Zeit an den Tag legte, versetzte ihm jedes Mal einen Stich ins Herz. Sie hatte ja recht, aber er konnte nun einmal nicht aus seiner Haut heraus. Er wollte sie nicht verärgern, schließlich war sie die einzige Person, die er noch zum Reden hatte. Doch sie musste irgendwann akzeptieren, dass seine Welt hier war, bei seinen Forschungen.

Er wusste, Chiaras Blick ruhte immer noch auf ihm. Eilig machte er sich daran, die dank Chiara über das ganze kleine Büro verstreut liegenden Papierfetzen aufzusammeln. Irgendwann hörte er aus ihrer Richtung ein leichtes Seufzen, und sie wandte sich um und verließ den Raum.

Ted hielt erst einmal inne, um seinen Puls wieder auf ein einigermaßen normales Level zu bringen. Diese Unterhaltung hatte ihn doch innerlich sehr aufgewühlt und er hatte sich unter dem scharfen Blick seiner Leibwächterin äußerst unwohl gefühlt. Am besten erst einmal eine neue Zigarette anstecken; nur so konnte er sich entspannen. Ted wusste wohl, dass er ein Problem mit diesen Dingern hatte und viel zu viel rauchte, aber das war das einzige, was seine Nerven einigermaßen beruhigen konnte. Er warf die Schnipsel in den überquellenden Papierkorb, lehnte sich in seinem Stuhl zurück, genoss den Tabak und dachte nach.

Chiara Garibaldi war in dem Jahr, das Ted sie nun kannte, ein wichtiger Bestandteil seines Lebens geworden. Er hatte damals nicht schlecht gestaunt, als es von oben geheißen hatte, dass er eine Leibwächterin bekommen sollte. Scheinbar hatte die Firma ein paar Drohbriefe bekommen und ihre Investition in „das Wunderkind“, wie die Leute hier Ted gerne nannten, gefährdet gesehen. Ted und Chiara hatten auf dem falschen Fuß angefangen – sie als entlassene US-Marine, er als jugendliches Wissenschaftsgenie. Doch im Laufe der Zeit war aus dem „Babysitten“, wie Chiara es anfangs abwertend bezeichnet hatte, eine enge Freundschaft geworden. Inzwischen vertrauten und achteten die beiden einander. Trotzdem konnte Ted seine Nervosität, jedes Mal wenn Chiara in seiner Nähe war, immer noch nicht ganz unter Kontrolle halten. Er wusste nicht, warum dem so war. Das verwirrte ihn. Er hatte sich in den 19½ Jahren seines Lebens so viel Wissen und auch Erkenntnis über die komplexesten physikalischen und elektronischen Abläufe erworben – zum Teufel, er hatte sogar ein ganzes Studium cum laude hinter sich – und doch verstand er diesen einfachen Vorgang seines eigenen Körpers nicht...

Zum Glück war Ted in seinen Arbeitszeiten relativ flexibel. Er arbeitete zwar offiziell für Chrysler, konnte jedoch vollends seinen Forschungen nachgehen. Diesen Monat – wie auch die letzten – hatte er bereits einen großen Teil seiner Arbeitsstunden durch Überstunden beisammen. Darüber war er froh, denn er schien sich heute irgendwie nicht so recht aufraffen zu können, etwas Anderes zu tun als dazusitzen und über sein Leben nachzudenken.

War er wirklich so ein Gesellschaftsmuffel, der nur seine Arbeit im Kopf hatte und mit dem nichts weiter anzufangen war? Nein, seine Arbeit war sein Hobby, und er hatte schließlich andauernd Leute um sich: Chiara, in den Büros und Labors über, unter und neben ihm,... überall Leute. Und er kannte sie auch – vom Sehen zumindest; und mit Chiara konnte er auch über alles reden. Er war glücklich so, mit seinem Leben...

Wieso dachte er dann ernsthaft über das nach, was Chiara gesagt hatte? Die Antwort war einfach. Weil es Chiara gewesen war, die es gesagt hatte. Er mochte sie, sogar sehr. Für sie würde er vielleicht sogar einmal versuchen, auf eine Party oder in einen Club zu gehen – natürlich nur, wenn sie auch mitkam. Der Gedanke an Chiaras sonnengebräuntes, von dichten schwarzen Locken umrahmtes Gesicht ließ sein Herz wieder schneller schlagen. Er wagte es kaum, sie sich in etwas Anderem als ihrem üblichen engen schwarzen T-Shirt, ihren Military-Hosen und Stiefeln vorzustellen. Aber sie würde sicher etwas Anderes tragen, wenn sie ausging. Er stellte sie sich in einem langen schwarzen Kleid vor. Sein Herz raste auf einmal wie wild, so als wollte es gleich explodieren. Oh, er musste sich von diesem Bild ablenken, sofort! Er durfte sich nicht zu stark aufregen. Am besten erst einmal eine Zigarette, das würde sicher hel...

... Schwärze!...



Fortsetzung folgt...


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Geschrieben am 27.08.2009 - 11:16:23
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RE: Chasing Ted

KitKaos hat geschrieben:
Es liest zwar eh keiner, aber was soll's... ;)



Ich habs gelesen! Laugh

Gefällt mir ganz gut bisher. Bin gespannt wie's weiter geht.


Well, you know what they say. Veronica Mars, she's a marshmallow.
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Geschrieben am 27.08.2009 - 16:40:10
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RE: Chasing Ted

Zeph hat geschrieben:
Ich habs gelesen! Laugh

Gefällt mir ganz gut bisher. Bin gespannt wie's weiter geht.
Cool; freut mich sehr, dass es dir gefällt! :)
Dann hier doch gleich die nächste Szene:


ERINNERUNG

Wieder und wieder muss ich tief durchatmen, bevor ich es schaffe, durch die kleine, steril weiße Tür zu treten. Mit jedem Mal, das ich hierher komme, wird es schwerer. Es lastet auf meiner Seele, sie so zu sehen. Böte sich mir jeden Tag dieser Anblick, ich könnte es nicht aushalten. Ich weiß nicht, warum ich mich selbst so quäle.

Sally Marcuson, eine der Pflegeschwestern hier, kommt aus dem Raum, den ich nun bald betreten würde, schließt vorsichtig die Tür hinter sich und sieht mich ermutigend an.

Inzwischen kenne ich Sally seit über einem Jahr. Sie ist eine wahre Seele von Mensch. Natürlich habe ich bereits mit ihr geschlafen. Mehrmals. Meistens nach Besuchen der Art, wie er mir heute wieder bevorsteht. Sie ist eine gutaussehende, zierliche junge Frau Mitte zwanzig, mit sanften dunklen Augen und genau der Sorte liebenswerter Art, die ich brauche, um mich zu trösten.

„Sie ist jetzt wach,“ sagt sie mit kaum mehr als einem Flüstern und lächelt mich zärtlich an.

Langsam trete ich durch die Tür in den winzigen, in unpersönlichem Weiß gehaltenen Raum. Nichts hier hat sich verändert, seit ich ihr das letzte Mal einen Besuch abgestattet habe. Fast reglos liegt sie in dem großen Krankenhausbett, ihr kleiner, inzwischen skelettartig abgemagerter Körper wie verloren in den Bergen und Tälern des weißen Bettzeugs. Ihr Atem ist kaum zu hören, übertönt durch das leise aber stetige Piepsen des EKG und das monotone Tropfen des seit Monaten undichten Wasserhahns auf der andere Seite des Raumes.

Wie jedes Mal nehme ich den schlichten Stuhl, der an dem kleinen Tischchen unter dem einzigen Fenster des Raumes steht, und stelle ihn hinüber neben das Bett. „Deanna,“ frage ich leise, setze mich langsam und nehme behutsam ihre zerbrechliche Hand in meine.

Ihre geschlossenen Augen fangen an, leicht zu flattern. Ich nehme mit einem Ohr wahr, dass die Frequenz des EKG sich ein wenig erhöht hat. Das Zeichen, dass sie bei Bewusstsein ist, wie ich gelernt habe.

„Deanna, ich bin es,“ fahre ich fort. Ihre Augen öffnen sich, in weite Ferne gerichtet, unfokussiert, suchend hin und her blickend.

Als sie spricht, klingt ihre Stimme heiser und zerbrechlich. „Richard?“ Nach weiteren langen Sekunden schließlich findet ihr Blick mich und bleibt auf meinem Gesicht ruhen. Ihre Augen wirken noch glasiger, noch entfernter, als ich sie in Erinnerung habe, doch ihr Lächeln belebt ihre blasse Miene etwas. „Oh, du bist es. Wie schön.“

Ich nicke leicht, drücke sanft ihre Hand und antworte, „Ja, ich bin es. Wie geht's dir, Mutter?“ Ich kann sehen, dass es ihr schlecht geht. Seit Jahren geht es ihr nun schlecht. Es ist ein Wunder, dass sie überhaupt noch am Leben ist. Doch sie scheint sich verbissen ans Leben zu klammern. Warum, ist mir ein Rätsel. Sie ist ein menschliches Wrack, seit Jahren vegetiert sie nur noch vor sich hin. Inzwischen muss sie bereits intravenös ernährt werden.

Anfangs – vor inzwischen sehr langer Zeit, wie mir scheint – hat die Hoffnung bestanden, dass sie sich wieder erholen könnte. Über die Jahre ist ihr Zustand jedoch immer schlimmer als besser geworden. Keiner hat es so kommen sehen. Keiner.

Hätte Deanna mich nur einmal darum gebeten, ich hätte ihr guten Gewissens geholfen, diesem Leben, das keines mehr ist, zu entfliehen. Viele Male bin ich schon davor gewesen, es einfach zu tun. Ohne ihre Erlaubnis abzuwarten. Und doch habe ich es nicht getan. Ich bin der wandelnde Tod. Ich habe bereits schwierigere Aufträge erfüllt. Diesen nicht. Und es macht mich verrückt, nicht genau zu wissen, warum ich es nicht tun kann.

Vielleicht, weil ich nicht weiß, was danach mit ihr sein wird. Ich glaube nicht an den Himmel, weder an das Paradies noch an irgend eine andere Art von Jenseits. Dazu ist das Leben zu sinnlos. Es ist nicht einzigartig genug. Wenn ein Mensch stirbt, hört er einfach auf zu existieren. Danach kommt nichts mehr. Keine Glückseligkeit. Kein ewiges Leben. Aber auch kein Schmerz.

Meine Mutter würde einfach aufhören zu existieren. Richard würde sie niemals wieder sehen. Auch wenn ich nur ein schlechter Ersatz bin, bin ich vielleicht besser als das Nichts, das sie im Tod erwartet. Ich kann ihr diese Illusion nicht nehmen. Ich kann es einfach nicht. Nicht meiner Mutter.

„Wann hat der Doktor gesagt, dass wir wieder nach Hause dürfen?“ Deannas heisere Stimme dringt aus weiter Entfernung an mein Ohr. Es bereitet ihr sichtlich Mühe, zu sprechen, doch sie fährt unbeirrt fort. „Ich hoffe, bald. Ich kann mir nicht leisten, noch mehr Urlaub zu nehmen. Die Firma hat vor ein paar Wochen ein großes Projekt an Land gezogen, das weißt du doch. Und sie brauchen mich dafür... Hast du den Kleinen schon gesehen? Was für ein süßer kleiner Fratz...“ Obwohl es sie ganz offensichtlich anstrengt, wird ihr Lächeln bei diesen Worten noch sanfter, und ihre Augen gewinnen ein klein wenig des Schimmers zurück, den sie früher besessen haben. Ich nicke ihr lediglich beschwichtigend zu und drücke nochmals sanft ihre Hand. Seit einer Weile ist es immer dasselbe. Sie hat sich in ihre eigene Welt geflüchtet. Doch sie ist glücklich.

Nein, die Glückseligkeit dieser Illusion kann ich ihr einfach nicht nehmen.

Eine Zeit lang sitze ich einfach nur so da und halte ihre Hand. Ich beobachte sie, während sie wieder zurück in ihre Kissen sinkt. Das Sprechen strengt sie so an, dass sie meistens nicht lange darauf friedlich einschläft. Danach bleibe ich noch etwa eine halbe Stunde bei ihr, für den Fall, dass sie noch einmal aufwacht. Mein Kopf fühlt sich leer an, meine Augen brennen, und in meiner Brust höre ich den Schlag meines Herzens schwer nachhallen.

Irgendwann stelle ich erstaunt fest, dass es draußen bereits anfängt zu dämmern. Vorsichtig löse ich meine Hand von ihrer, stelle den Stuhl zurück und mache mich auf den Weg nach draußen. Ich weiß, Sally wartet bereits auf mich.


Fortsetzung folgt...


Charlie Kaufman: Here you go. The killer's a literature professor. He cuts off little chunks from his victims' bodies until they die. He calls himself "the deconstructionist".

Bearbeitet von PennyLane am 27.08.2009 - 16:40:26
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Geschrieben am 27.08.2009 - 17:08:01
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RE: Chasing Ted

da möchte ich mich anschließen, hut ab. Thumb Up Cool


HOWARD: We add Bluetooth!
SHELDON: Brilliant. Men love Bluetooth.
PENNY: Wait a minute,wait a minute,you want to make a hair barrette with Bluetooth?
SHELDON: Penny, everything is better with Bluetooth.
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Geschrieben am 27.08.2009 - 17:11:38
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RE: Chasing Ted

Hui, dankeschön! Smile


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Geschrieben am 30.08.2009 - 10:36:21
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RE: Chasing Ted

SCHMERZ

Ted kämpfte sich durch zähe schwarze Wolken. Wie Teer schienen sie an ihm zu kleben, und er wusste, beim kleinsten Anzeichen von Unentschlossenheit würden sie ihn wieder hinab in ihre Tiefen ziehen – diesmal vielleicht für immer. Er durfte jetzt nicht aufgeben. Er konnte schon kleine Lichtpunkte ausmachen. Mit seiner ganzen Willenskraft zwang er sich, die Schwärze hinter sich zu lassen und die Augen zu öffnen. Das Licht, das durch das kleine Fenster in seine Augen fiel, schmerzte. Aber er konnte seinen Körper wieder spüren. Er war wieder unter den Lebenden...

Als er langsam den Kopf neigte – zu schnelle Bewegungen, das wusste er inzwischen, konnten ihn unversehens in die Schwärze, der er gerade erst entkommen war, zurück katapultieren – fand er sich in seinem eigenen kleinen, kalten Schlafzimmer wieder. Jemand musste ihn hierher gebracht haben, denn das Letzte, woran er sich erinnerte, war sein Büro. Wie lange war das her? Wie viel Uhr war es?

Als er seinen linken Arm hob, um einen Blick auf seine Uhr zu werfen, durchzuckte Ted ein jäher Schmerz. Blitze explodierten bei der kleinsten Bewegung in seiner Schulter und beißende Tränen verschleierten ihm den Blick. Er kämpfte einen Schmerzensschrei zurück und beschloss, die Sache anders anzugehen. Vorsichtig prüfte er, ob er seinen rechten Arm heben konnte, und stellte erleichtert fest, dass dieser heil zu sein schien. Als er den linken Arm ein wenig verrückte, um mit der rechten Hand an den Verschluss seiner Armbanduhr zu gelangen, traten ihm erneut Tränen in die Augen. Die Zähne fest aufeinander gepresst, arbeitete Ted fieberhaft, die Uhr von seinem linken Handgelenk zu lösen.

Als Ted es nach scheinbar endlosen Sekunden geschafft hatte und auf die Uhr sah, stellte er fest, dass es nur ein paar Stunden her war, dass er das Bewusstsein verloren hatte. Auch wenn seine Anfälle allein bereits Grund zur Besorgnis gaben, so war Ted trotzdem ein wenig erleichtert. Es war auch schon vorgekommen, dass er ganze Tage das Bewusstsein verloren hatte. Dieser Anfall schien keiner der schlimmen Sorte gewesen zu sein. Aber was war in dieser kurzen Zeit mit seiner Schulter passiert? So etwas passierte nicht oft. Und selbst dann waren es normalerweise lediglich blaue Flecke, die Ted vorfand, wenn er erwachte.

Ted schüttelte leicht verwirrt den Kopf, schloss die Augen wieder und beschloss, noch eine Weile liegen zu bleiben. Er fühlte die Schwärze nicht mehr, konnte also beruhigt noch ein wenig dösen. Irgendwann kam sicher jemand, um nach ihm zu sehen, der ihm mit seiner Schulter helfen könnte. Er wagte nicht, sie noch einmal zu bewegen. Das würde nur unnötige Schmerzen verursachen.

Seine Schulter aber pochte inzwischen vor dumpfem Schmerz, und so öffnete er die Augen doch wieder. Zögerlich führte er seine rechte Hand zur schmerzenden Schulter und tastete sie behutsam ab. Sie fühlte sich heiß und geschwollen an, außerdem konnte er bereits bei der leisesten Berührung tausend Nadeln spüren, die in seine Schulter stachen. Es half alles nichts. Er konnte es sich nicht leisten, liegen zu bleiben. Er musste seine Schulter von einem Arzt untersuchen lassen.

Ted biss die Zähne zusammen und richtete sich vorsichtig im Bett auf. Vielleicht konnte er ja zuerst noch irgendwo ein Schmerzmittel auftreiben; das würde ihm schon sehr helfen. Stolpernd machte er sich auf den Weg ins kleine, fensterlose Bad, wo er auf das Medizinschränkchen zuhielt. Er war selbst erstaunt, als er darin direkt vor seiner Nase eine Packung Tylenol fand. Kurzerhand nahm er sich zwei Tabletten und spülte sie mit Wasser hinunter. Das würde helfen.

Er trottete zurück ins Schlafzimmer und blickte sich suchend nach seinen Schuhen um. Er entdeckte sie scheinbar achtlos in eine Ecke geworfen, machte sich jedoch noch nicht daran, sie wieder anzuziehen, da er die Schmerzen in seiner Schulter immer noch deutlich spürte. Stattdessen zündete er sich eine Zigarette an, setzte sich auf die Bettkante und wartete darauf, dass das Schmerzmittel Wirkung zeigte.

***

Als er schließlich eine halbe Stunden später ins Büro zurück kam, fühlte er sich ein wenig, als ob seine Füße nicht ganz den Boden berührten und er die Welt um sich herum durch einen leichten Schleier wahrnahm. Das Schmerzmittel schien doch ein wenig stärker zu sein als er gedacht hatte. Seinen ganzen linken Arm – der nun in einer Schlinge ruhte, nachdem der firmeneigene Arzt festgestellt hatte, dass die Schulter zwar nicht gebrochen, allerdings ausgerenkt und verstaucht sei – spürte er nur noch wie aus weiter Ferne, als ob er jemand Anderem gehörte.

Das Zimmer selbst sah aus wie nach einem Orkan. Die Papierstapel, die einige Stunden zuvor noch den Schreibtisch verstellt hatten, waren nun kreuz und quer über den Fußboden verteilt. Ohne jedoch auch nur einen weiteren Gedanken an das Chaos in dem kleinen Raum zu verschwenden, bahnte sich Ted seinen Weg zu der Tür an der gegenüber liegenden Wand, öffnete diese und trat in sein Labor.

Was war es gleich wieder gewesen, das ihm gestern Abend Kopfzerbrechen bereitet hatte? Fragend starrte er auf seine Arbeit. Das technische Ungetüm, das einen großen Teil des dämmrigen, etwas muffigen Raums einnahm, war trotz unzähliger Arbeitsstunden noch immer nichts weiter als ein dummer Haufen Technik-Kram. Ein hochgradig komplizierter und gefährlicher dummer Haufen Technik-Kram, aber trotzdem nichts Großartiges – zumindest NOCH nichts Großartiges, erinnerte Ted sich selbst. Er wollte so sehr, dass das Ding funktionierte, doch kaum glaubte er, ein Problem gelöst zu haben, trat ein anderes Problem zu Tage. Natürlich wollte er seinem Chef endlich einmal Ergebnisse bei diesem Projekt vorlegen, doch vor allem wollte er einfach, dass sein Schatz, sein Ein und Alles, so lief, wie er es sich immer erträumt hatte. Doch Träume zu erfüllen war noch nie eine einfache Aufgabe gewesen.

Das Schmerzmittel war wohl wirklich ein wenig zu viel des Guten gewesen. Es wollte ihm beim besten Willen nicht einfallen. Also heute am besten keine Arbeit mehr... Aber was sollte er dann tun? Er konnte doch nicht einfach nur dasitzen und Däumchen drehen. Nein, nicht einmal das konnte er, mit einem Arm in einer Schlinge.

Chiara hätte jetzt sicher einen beißenden Kommentar für ihn gehabt. Wo war Chiara überhaupt? Eine gute Leibwächterin war sie, tönte eine kleine sarkastische Stimme aus einem dunklen Winkel in seinem Hinterkopf. Er hatte sie nicht mehr gesehen, seit sie heute Vormittag in seinem Büro geredet hatten. Ted beschloss, sie zu suchen.


Fortsetzung folgt...


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RE: Chasing Ted

VERHANDLUNG

„Wie sieht es aus? Sind wir im Geschäft?“

Ich soll ihn also kaltstellen. Theodore Gerald Laredo, Wunderkind und Wissenschaftler in der Forschung bei der Konkurrenz. Da hat sich wohl jemand mit den falschen Leuten eingelassen.

„Tut mir leid, Gentlemen, aber Industriespionage fällt nicht in mein Aufgabengebiet.“

Außerdem soll ich sämtliches Material über sein Projekt mitgehen lassen. Das ist unter meiner Würde. Und ich gebe es ungern zu, aber ich habe irgendwie einen Narren an dem Kleinen gefressen. Lange kenne ich ihn noch nicht, den kleinen Freak, doch habe ich das unwillkürliche Gefühl, dass unser erstes Treffen mehr zu bedeuten hatte. Ich kann das Weichei nicht leiden, weder seine viel zu bieder gescheitelten Haare, noch seine ewig gleich fade Kleidung, noch sein komplettes Fehlen eines Lebens! Ich weiß noch genau, wie er bei jedem einzelnen meiner Worte unruhiger geworden ist. Er ist Waise, genau wie ich. Was nicht heißt, dass wir die gleichen Ansichten teilen! Aber so etwas verbindet...

„Nun gut, wie Sie meinen. Uns wurde gesagt, Sie wären der Beste im ganzen Staat, und von einem Toten etwas mitzunehmen, kann eigentlich auch nicht schwer sein...“

„Natürlich bin ich der Beste. Ich verstehe auch, worauf Sie hinaus wollen. Und Ihre Entlohnung ist reichlich...“ Yakuza. Ich hasse sie. Wenn ich eines gelernt habe, dann, dass es bei Geschäften mit diesen Leuten immer um Ehre geht. Bushido – oder besser, Pseudo-Bushido. Und damit bekommen sie meistens, was sie wollen. Die einzige erfolgversprechende Art des Umgangs ist hier mit Samthandschuhen.

Ein kleines, siegessicheres Lächeln macht sich auf den Zügen meines Geschäftspartners breit. „Dann sind wir uns ja einig. Sie sind noch jung. Sie haben sicher noch eine große Karriere vor sich.“

Die Situation erscheint für mich ausweglos. Wenn mir mein Leben lieb ist – und das ist es – nehme ich besser an. Es ist ja nicht so, dass es mir nicht ein Leichtes wäre, den kleinen Langweiler für immer verschwinden zu lassen, das ist mir inzwischen klar. Es wäre auch nur zu meinem Vorteil. Das Problem hier ist nicht der Auftrag. Das Problem ist, dass ich den Tod bringe. Der Tod hat keine Bekannten, keine Freunde. So habe ich es immer gehalten, so lange ich mich erinnern kann...

„Sie haben bis zum nächsten Ersten. Als Zeichen unseres Vertrauens in Sie legen wir noch eine Prämie drauf. Je früher, desto besser. Sollten Sie noch etwas brauchen, wissen Sie ja, wie Sie uns kontaktieren können.“ Mit diesen Worten wendet der Yakuza sich zum Gehen. Seine Mitarbeiter folgen.


Fortsetzung folgt...


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Geschrieben am 09.09.2009 - 12:35:37
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RE: Chasing Ted

NEUIGKEIT

Ted fand seine eigensinnige Leibwächterin in der Cafeteria, an einer Cola nippend, die Comicstrips der heutigen Zeitung lesen. Als er sich zu ihr an den kleinen Plastiktisch setzte, grüßte sie ihn mit einem freundlichen „Morgen!“ Dabei sah sie jedoch nicht auf.

„Morgen.“ Ted ließ sich müde auf den Platz ihr gegenüber fallen, rieb sich kurz die Augen und stützte dann seinen rechten Ellenbogen auf die Tischplatte und den Kopf auf seine Hand.

Von Chiara, die jetzt doch endlich einmal kurz aufsah, erntete er ein leises, tadelndes „Ts ts,“ welches jedoch von einem schelmischen Grinsen wieder entkräftet wurde. „Dass du dich auch mal hier blicken lässt...“

Ted wusste nicht ganz, was er aus dieser Äußerung seiner Leibwächterin zu machen hatte, sparte es sich allerdings nachzufragen. Stattdessen nickte er lediglich.

Chiara ließ ihn auch nicht wirklich zu Wort kommen. Ihr Gesicht wurde wieder ernst, als sie die vor ihr liegende Zeitung auf den Lokalteil blätterte, und meinte, „Hast du schon gehört? Unser Big Boss ist heute Nacht ins Krankenhaus eingeliefert worden.“

Ein wenig überfallen von dieser Neuigkeit, schüttelte Ted den Kopf. Nein, das hatte er noch nicht mitbekommen. „Was fehlt ihm denn?“ fragte er erstaunt.

Zur Antwort schob ihm Chiara lediglich die aufgeschlagene Zeitung hinüber und deutete auf einen etwa halbseitigen Artikel mit der Überschrift „Anschlag auf Chrysler-Chef Valentine“.

Ted überflog hastig den Artikel, bevor er ungläubig Chiara anstarrte. Anscheinend war in der Nacht jemand in das Haus des Vorstandsvorsitzenden von Chrysler – Teds Arbeitgeber! – eingestiegen und mit einer Waffe auf ihn losgegangen. Wer tat so etwas? Valentine hatte sich allerdings noch rechtzeitig so wegdrehen können, um gerade noch sein Leben zu retten. Der Angreifer war geflüchtet, Valentine hatte eine Menge Blut verloren und war ins Krankenhaus eingeliefert worden, würde jedoch überleben.

Über diese Tatsache war Ted froh. Er hatte seinen obersten Chef damals persönlich kennen gelernt, als er aus der Fertigung in sein eigenes Labor versetzt und ihm grünes Licht für seine Forschungen gegeben worden war. Der durchaus imposante Mann hatte einen gediegenen und sehr freundlichen Eindruck gemacht, als er sich mit Ted über das Projekt unterhalten hatte. Wenn er daran dachte, dass eben jener Valentine nun nur knapp einem Anschlag entkommen war, stellten sich Ted die Nackenhaare auf.

„Weiß man denn schon, wer das getan haben kann?“ fragte er so ruhig er konnte.

Chiara schüttelte den Kopf. „Nein. Die Polizei scheint noch zu suchen. Und selbst wenn würden die der Presse wahrscheinlich als letztes Bescheid geben.“ Sie seufzte leise und nahm noch einen Schluck von ihrer Cola, wobei sie sich jedoch beinahe verschluckte.

Ted bemerkte ihr unterdrücktes Husten kaum. Er war mit ganz anderen Gedankengängen beschäftigt. Er hoffte inständig, seinem Chef ging es gut und er war im Krankenhaus sicher. Wenn ein Killer frei herum lief, konnte man nie wissen...


Fortsetzung folgt...


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RE: Chasing Ted

RISIKO

Als Ted am Morgen in sein Büro kam, war er erstaunlich guter Laune. Diese Nacht hatten ihn keine Albträume von Blut heimgesucht, auch wenn der Traum, den er gehabt hatte, mehr als seltsam war. Er war in eine riesige Kiste eingesperrt gewesen – oder war er selbst etwa so klein gewesen? Der einzelne Lichtstrahl, der einfiel, war blendend grell gewesen, doch so sehr er auch versucht hatte ihm auszuweichen, er war ihm gefolgt... Ted war sich bewusst, Traumdeuter könnten damit sicher ganze Vorlesungen füllen. Zum Glück glaubte Ted nicht an solcherlei Wichtigtuereien.

In Gedanken versunken machte Ted sich daran, seine Post zu öffnen. Was hatte die Neue – wie hieß sie gleich? Ach ja, Chiara. Was hatte sie wohl mit ihrem Kommentar neulich gemeint?... Mit einem Schulterzucken verwarf er diesen Gedankengang. Er interpretierte wohl mehr in das Ganze hinein, als schlussendlich dran war. Doch musste sich nicht wenigstens irgend jemand Gedanken machen und interpretieren?

Ein Schreiben vom Personalchef, hausinterne Post, maschinenerzeugt und mit Randlochung. Doch Ted war stolz, dass das Schreiben nichtsdestotrotz an ihn persönlich gerichtet war. Der Personalchef war ein vielbeschäftigter Mann, erst recht nachdem es ja noch gar nicht so lange her zu sein schien, dass eine Reihe erschreckend dubioser Drohungen eingegangen waren, die sich – noch viel dubioser – zu einem großen Teil gegen Ted gerichtet hatten. Die ganze Firma war in Sorge gewesen, und so waren zur Sicherheit aller Mitarbeiter einige neue Regelungen eingeführt worden.

Doch noch ein zweiter Brief lag auf seinem Schreibtisch. Beinahe hätte Ted das unscheinbare Kuvert übersehen...

ICH KENNE DEIN GEHEIMNIS
DU SOLLTEST BESSER AUF DICH AUFPASSEN

Das war alles, was auf dem sauber gefalteten weißen Blatt stand. Kein Absender, keine Unterschrift. Nichts. Prüfend hielt Ted den Brief näher an die kleine Schreibtischlampe, ob die Hitze der brennenden Glühbirne vielleicht noch etwas zutage förderte. Nichts. Irgendwie kam er sich ein wenig lächerlich vor für diesen Einfall. Zitronensaft als Geheimtinte zu benutzen war nichts weiter als ein Spiel für kleine Kinder! Hoffentlich hatte Chiara es nicht gesehen!

Gut, das war es also nicht. War das wirklich alles? Nur ein einfaches Blatt mit zwei Sätzen darauf. Ted nahm noch einmal den Umschlag zur Hand, aus dem er den Brief entnommen hatte. Nichts. Kein übersehenes zweites Blatt, kein Absender, kein Poststempel; nicht einmal eine Briefmarke. Nichts.

Mit einem resignierten Seufzen nahm Ted den Brief wieder auf und starrte auf die Buchstaben, die in schwarzer Tinte auf das weiße Papier geschrieben worden waren. Welches Geheimnis?

Doch nicht etwa seine Arbeit? Sein Schatz? War etwas von seinem Projekt an die Öffentlichkeit vorgedrungen? Seine Arbeitgeber hatten ihm, bereits ohne dass er darum gebeten hätte, persönlich versichert, seine Forschungen würden sicher und geheim gehalten werden – man wolle ja nicht, dass sich irgend jemand etwas so potentiell Gefährlichen bemächtigte und damit Blödsinn triebe...

Ob es dazu wohl nun zu spät war? Ted schüttelte frustriert den Kopf. Nein, es konnte nicht zu spät sein. Schließlich hatte er das Ungetüm noch nicht einmal selbst zum Laufen gebracht... Dieser Gedanke erinnerte ihn wieder an die Realität, der er sich zu stellen hatte. Er hatte sich schließlich fest vorgenommen, den heutigen Tag in seinem Labor zu verbringen. Er legte den Brief zur Seite, stand auf und ging durch die kleine Tür in der gegenüberliegenden Wand in sein Labor.

Überrascht stellte Ted fest, dass er Chiara dort antraf, scheinbar ganz in seine Aufzeichnungen vertieft. Ein Schauer lief ihm den Rücken hinab. Was tat sie da? Sie hatte sich doch bisher nicht für seine „hoch wissenschaftlichen, absolut unübersichtlichen Zahlen-Jonglierereien“ interessiert. Wieso jetzt plötzlich? Hatte sie etwa etwas mit dem Brief zu tun?

Einen Moment meinte Ted einen beinahe schon ertappten Ausdruck in ihren großen, dunklen Augen erkennen zu können, doch schien sie sich unglaublich rasch wieder zu fangen – so rasch, dass er sich fragte, ob er sich hier nicht vielleicht etwas eingebildet hatte. „Ich kann das alles erklären.“


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RE: Chasing Ted

NACHT

Licht. Pulsierend, blendend, faszinierend. Ein guter Trip, der vom treibenden Beat der Musik noch gesteigert wird. Ich bin in meinem Element.

In der Menge der Leute verliere ich mich. Keiner kennt mich hier, und das ist genau der Grund, aus dem ich hier bin. Die letzten Tropfen eiskalten Wassers auf meinem Gesicht verdunsten in der Hitze des Clubs. Ich spüre den Bass tief in meinem Inneren. Der schlanke Körper der Rothaarigen mit den funkelnden grauen Augen ist eng gegen meinen gepresst. Ich weiß, ihr Puls rast beinahe und ihr Herz schlägt zum schnellen Rhythmus, genauso wie mein Puls und mein Herz. Sie ist zu mir gekommen und ich bin ihr Held. Ihr Held. Heute Nacht sicher, bis zum Morgengrauen, und danach werde ich zu nichts als einer angenehmen Erinnerung. Ich weiß nicht einmal ihren Namen, doch das will ich auch gar nicht. Natürlich ist der wandelnde Tod ein Held. Er ist ein Held, der am Ende immer das bekommt, was er zur Erfüllung seiner Aufgabe braucht...

Während meine Hände die samtigen Kurven des Mädchens entlang gleiten, sind meine Augen geschlossen. Selbst durch die geschlossenen Lider kann ich die gleißenden Lichter noch wahrnehmen. Als würden direkt unter meinen Lidern bunte Fontänen explodieren.

Ich weiß, wenn ich die Augen öffne, wird mein Blick wie von selbst zu der sportlichen Schwarzhaarigen hinüber wandern. Warum weiß ich nicht. Doch ich spüre immer wieder ihre Blicke auf mir. Ich weiß, ich will ihren Namen nicht kennen.

Und doch kenne ich ihn. Garibaldi. Chiara Garibaldi. Ich weiß, ich habe bereits mit ihr geschlafen. Wie lange ist das jetzt her? Nicht lange genug. Sie spielt ein gefährliches, ein doppeltes Spiel. Normalerweise eine weibliche Eigenschaft, die unweigerlich anziehend auf mich ist. Doch in diesem Fall halte ich mich besser fern.


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Geschrieben am 13.09.2009 - 15:58:58
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RE: Chasing Ted

PSYCHE

Ted wischte sich noch einmal seine schwitzigen Hände an seiner Hose ab und klopfte vorsichtig. Vielleicht war der Doktor ja gerade mit etwas Wichtigem beschäftigt. Da hatte er sicher keine Zeit für so etwas Lächerliches wie einen Eierkopf mit Albträumen.

Keine Antwort.

Ted lauschte noch einmal aufmerksam an der Tür.

Nichts zu hören.

Gut. Ted entspannte sich ein wenig. So konnte er Chiara wenigstens sagen, er hatte es probiert. Entschlossen wandte er sich um und ging. Doch bevor er die unscheinbare Eingangstür erreicht hatte, drang die nasale Stimme der Sprechstundenhilfe an sein Ohr.

„Ist alles in Ordnung? Ist Ihnen nicht gut, Mister Laredo?“

Verdammt! Mit ihr hatte er nicht gerechnet. Er schloss kurz die Augen, fasste sich ein Herz und drehte sich zu ihr um. Als er jedoch ihren besorgten Blick sah, rutschte besagtes Herz ihm prompt in den kleinen Zeh, so schnell, dass er es nicht einmal mehr verabschieden konnte. „Nein, nein, es ist alles in Ordnung. Ich... ich glaube, ich habe mich wohl in der Tür geirrt.“ Ein kleiner, kalter Schweißtropfen rann ihm genau zwischen seinen Schultern den Rücken hinab.

Die Sprechstundenhilfe sah ihn etwas ungläubig an, rollte kurz mit den Augen, meinte dann jedoch freundlich, „Kommen Sie, ich bringe Sie ins Sprechzimmer.“ Sie lächelte ihn an, legte leicht aber mit Nachdruck ihre Hand auf seinen Rücken und führte ihn zurück vor die große dunkelblaue Tür, vor der Ted bereits vor wenigen Augenblicken gestanden hatte. Sie klopfte einmal, öffnete dann unvermittelt die Tür und streckte ihren Kopf hinein. Teds Hand wanderte unwillkürlich zu der Schachtel Zigaretten in seiner Hosentasche. „Doktor, Ihr nächster Patient. Theodore Gerald Laredo.“ Dann öffnete sie die Tür vollständig für Ted, lächelte ihm noch einmal aufmunternd zu und ging wieder an ihre Arbeit.

In dem kleinen, schlicht eingerichteten Sprechzimmer erwartete ihn bereits ein leicht untersetzter Mann mittleren Alters mit aufgeweckten dunklen Augen und am Hinterkopf in einem Pferdeschwanz zusammenlaufenden grauen Haaren. Das Auffälligste an ihm war jedoch eine große Brille mit Silberdraht-Gestell, die auf einer markanten Nase saß. Sie schien zwar zu der einfachen, in dunklen Farben gehaltenen Kleidung zu passen, die er trug, verlieh dem freundlichen, offenen Gesicht dahinter jedoch eine unnatürliche Ernsthaftigkeit. Rasch stand er auf und streckte Ted die Hand entgegen. „Mister Laredo, hallo! Schön, dass Sie den Weg hierher doch noch gefunden haben,“ sagte er lächelnd, während er Teds Hand schüttelte. Das war also Doktor Gaetano.

„Ich... äh...“ Teds Mund fühlte sich rau und trocken an. Er musste schlucken, bevor er erneut ansetzte. „Äh, ja. Miss Garibaldi hat Sie mir empfohlen.“

Der Doktor nickte lächelnd und wies auf einen Stuhl. „Bitte, setzen Sie sich! Was genau ist denn das Problem?“

Ted nahm rasch Platz. „Doktor, ich...“

„Nennen Sie mich doch Ethan, wenn Sie das ein wenig auflockert.“

„Ethan. Ich weiß nicht, warum ich eigentlich hier bin und Ihre kostbare Zeit verschwende.“ Ted musste sich den Schweiß an seinen Händen erneut an seiner Hose abwischen. „Es sind lediglich ein paar Albträume, die ich immer wieder habe. Nichts Gravierendes. Außerdem sollte ich so bald wie möglich zu meinen Forschungen zurück. Auf mich wartet noch eine Menge Arbeit.“

„Darf ich fragen, was Sie genau arbeiten?“ fragte Gaetano interessiert.

Diese Frage traf Ted ein wenig unvorbereitet. Seine Hände fuhren wieder in seine Hosentaschen, und er kramte nun Zigaretten und ein Feuerzeug heraus. Dann sah er zu dem Psychologen auf, der geduldig und freundlich zurück blickte. „Äh...“

Ethan Gaetano lächelte und stand auf. „Wie wäre es, wenn wir uns dort ans Fenster setzen?“ Damit nahm er seinen Sessel, trug ihn zu dem Fenster in der Rückwand des Zimmers und öffnete dieses. Dann sah er zu Ted hinüber, der jedoch auch schon eilig dabei war, den Stuhl, auf dem er gesessen hatte, zu nehmen und hinüber an das Fenster zu tragen. In einem zweiten Gang holte er dann noch die Zigaretten und das Feuerzeug, die er auf dem Schreibtisch liegen gelassen hatte. Als er sich setzte, ging Gaetano ebenfalls noch mal zum Schreibtisch und zog aus einer tiefen Schublade einen Einweg-Alu-Aschenbecher, den er mit zurück ans Fenster nahm. Er stellte ihn aufs Fensterbrett vor Ted und setzte sich wieder.

Ted zog eine Zigarette aus der halbleeren Schachtel, zündete sie sich an, und nahm einen tiefen Zug. Er fühlte sich ein wenig besser. „Ich arbeite bei Chrysler. In der Forschung.“

Er meinte, den Doktor bei dem Wort Chrysler kurz zusammenzucken gesehen zu haben, hatte sich jedoch wahrscheinlich getäuscht.

„Äh, meinen Sie ich könnte mir eine von Ihren Zigaretten nehmen?“ fragte der Doktor unvermittelt. Ted nickte überrascht und reichte seinem Gegenüber die Schachtel. Zu seiner Verwunderung bemerkte Ted, dass die Hände des anderen leicht zittrig waren, als er die Schachtel entgegennahm. Als Gaetano sich ebenfalls eine Zigarette angezündet hatte, meinte er, „Ich bin Gelegenheitsraucher, müssen Sie wissen.“

Ted nickte mit einem schiefen Lächeln auf den Lippen. „Ich nur, wenn Sie jemanden, der bei jeder Gelegenheit raucht, auch Gelegenheitsraucher nennen. Aber Sie müssen wissen, ich werde relativ leicht nervös, und da gibt es für mich nichts Beruhigenderes. Es hilft mir. Wenn ich mich zu sehr aufrege, besteht die Gefahr, dass ich wieder einen meiner Anfälle bekomme.“

Der Doktor sah ihn nur fragend an, sagte jedoch nichts.

„Diese Schwächeanfälle habe ich schon sehr lange Zeit. Mein Arzt diagnostizierte Sopor aufgrund starker Kreislaufstörungen. Er sagt allerdings auch, diese Unregelmäßigkeiten sind zu gewissem Teil psychosomatisch bedingt... Aber ich bin bisher noch jedes Mal wieder aus der Schwärze aufgetaucht, und das werde ich auch weiter...“ Teds starrte auf einen Punkt irgendwo tief drunten, durch die Zigarette in seiner Hand hindurch. Die letzten Male waren es lediglich Stunden gewesen, bevor er aus der Schwärze wieder aufgetaucht war. Früher waren es teilweise mehrere Tage gewesen. Er war sicher, das würde sich auch weiter bessern und irgendwann von ganz alleine aufhören, wenn seine Forschungen nur erst einmal zufriedenstellende Ergebnisse lieferten.

„Aber deshalb sind Sie nicht hier, richtig?“ fragte Gaetano, Ted vorsichtig aus seinen Gedanken zurückholend.

„Nein,“ antwortete Ted. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er erstaunlicherweise vollkommen ruhig war. Gaetano lächelte. „Ich bin hierher geschickt worden, weil ich in letzter Zeit immer häufiger Albträume habe.“

„Welcher Art?“ fragte Gaetano zwischen zwei Zügen.

Bedächtig blies Ted den Zigarettenrauch aus. „Na ja, sie sind alle nach dem gleichen Muster gestrickt. Meistens wache ich daraus schweißgebadet auf. Mein Puls rast. An viel kann ich mich nicht erinnern. Nur an viel Blut...“

„Nun, müsste ich raten,...“ Gaetano blies kurz den inhalierten Rauch seitwärts zum Fenster hinaus, „...würde ich sagen,... Nein, ich glaube, ich sollte besser nicht raten, sondern wissen. Dazu bin ich ja schließlich hier.“ Er sah Ted mit seinen tiefen braunen Augen direkt an. „Ich denke, da steckt mehr dahinter, als wir alle uns vielleicht bisher bewusst sind...“

Hastig unterbrach Ted ihn, „Meinen Sie? Ich denke, das kommt vor allem durch den Stress der letzten Monate. Ich bin mitten in einem Projekt, wissen Sie, und das ist nun einmal ein Ganztags-Job für mich. Ich erfülle mir einen lang gehegten Traum damit.“ Da konnte nichts Größeres dahinter stecken. Weshalb auch? Er führte ein langweiliges, normales Leben, wo sollte also das ganze Blut herkommen? Ein Bild drängte sich in seinen Kopf. Das Bild einer Frau, die an einem Fenster saß und mit leerem Blick hinaus starrte. Wer war sie? Ted wusste nur, dass es ihm am ganzen Körper Gänsehaut bereitete, an sie zu denken. Schweiß trat auf seine Stirn, als er krampfhaft versuchte, dieses Bild wieder verschwinden zu lassen. Schließlich schaffte er es, und noch bevor er die Augen wieder öffnete konnte er schon den Blick Gaetanos auf sich ruhen spüren.

Dieser jedoch schwieg dazu. „Nun gut, wenn Sie meinen, dass es nur das ist... Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich Sie trotzdem gerne für eine gründliche Untersuchung wieder sehen.“

Mit zitternden Fingern steckte sich Ted eine neue Zigarette an. Wo war dieses Bild denn plötzlich hergekommen? Erst nachdem er mehrmals daran gezogen hatte, wandte er seine Aufmerksamkeit wieder Gaetano zu. Er machte einen schwachen Versuch, zu lächeln. „Nichts dagegen.“

„Gut.“ Mit einem entschuldigenden Lächeln fuhr er fort, „Dann hoffe ich, dass ich Sie bald wieder sehe. Bis dahin können Sie sich ja schon mal ein wenig an die Arbeit machen, Ihre Anspannung ein wenig selbst in den Griff zu bekommen. Ich würde Ihnen dazu raten, sich vor dem Zu-Bett-Gehen jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen. Legen Sie sich ruhig schon hin, aber geben Sie ihrem Körper Zeit, einen ruhigeren Rhythmus für die Nacht zu finden. Stellen Sie sich eine Landschaft vor, die für Sie am ehesten Harmonie bedeutet. Gestalten Sie sie aus, bewegen Sie sich im Geiste darin. Konzentrieren Sie sich beim Einschlafen auf diese Landschaft.“

Gaetano drückte seine Zigarette aus und machte Anstalten, aufzustehen. „Es hat mich wirklich sehr gefreut, Sie kennen zu lernen und mich mit Ihnen zu unterhalten. Leider muss ich jetzt noch in die Klinik.“ Als Ted ebenfalls aufstehen wollte fügte er hinzu, „Aber bleiben Sie ruhig noch sitzen, so lange Sie wollen, und rauchen Ihre Zigarette fertig.“ Sein Lächeln wurde breiter und seine Augen funkelten ein wenig. „Sollten Sie den Ausgang nicht mehr finden, rufen Sie einfach nach Miss Feynard.“

Damit verließ Gaetano den Raum. Ted konnte noch gedämpft hören, wie der Psychologe sich von seiner Sprechstundenhilfe für den Tag verabschiedete und wie sich darauf die Eingangstür öffnete und wieder schloss.

Während Ted, das Angebot Gaetanos annehmend, noch in Ruhe seinen angefangenen Glimmstängel fertig rauchte, fragte er sich, was der Doktor nach diesem Gespräch wohl von ihm halten mochte. Ted seinerseits war Gaetano sympathisch. Er war erstaunt über sich selbst, wie ruhig er während des Gesprächs zeitweilig gewesen war.

Nach der Zigarette schloss Ted pflichtbewusst das geöffnete Fenster. Gaetano wollte sicher nicht, dass es in diesem Teil der Stadt länger offen stand als nötig. Dann nahm Ted den Aschenbecher und warf ihn in den Papierkorb unter dem Schreibtisch. Beim Hinausgehen machte er mit der Sprechstundenhilfe noch einen Termin für die nächste Woche aus und verabschiedete sich von ihr.

Draußen wartete, locker gegen die Hauswand gelehnt, bereits Chiara auf ihn. Wortlos machten sie sich gemeinsam auf den Weg zurück in Teds Labor.



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RE: Chasing Ted

ZWISCHENSPIEL

„Nein, das lässt deine blonden Haare stumpf wirken. Probier doch mal das hier!“ Chiara reichte Ted ein himmelblaues T-Shirt und er verschwand wieder in die Umkleidekabine.

Wie sie ihn dazu gebracht hatte, wusste er immer noch nicht. Aber er hatte sich irgendwie erweichen lassen, heute Abend mitzukommen. Nur dass Chiara gemeint hatte, ihn dafür neu einkleiden zu müssen. Ihm gefiel die Kleidung, die er hatte. Sie passte zu ihm. Chiara war anderer Meinung gewesen. Und jetzt waren sie hier, im Up & Down, einem der In-Läden in der Century Square Mall.

Ein Berg bereits anprobierter Kleidungsstücke türmte sich in der Kabine neben Ted. Blau, Grün, Orange, Rot, sogar Gelb und Violett waren vertreten. Nichts davon wollte ihm so recht gefallen. Und Chiara war strikt gegen das schlichte aber elegante Grau, das er bevorzugt hätte.

Und jetzt dieses T-Shirt. Normalerweise würde er im Traum nicht daran denken, so etwas auch nur ein zweites Mal anzusehen. Und doch stand er jetzt da, das Shirt an, und begutachtete sich im Spiegel. Das blaue T-Shirt war relativ eng geschnitten, und ein weißer Schriftzug über der Brust verkündete stolz „HERO“. War das wirklich ihr Ernst? Ted verzog missbilligend das Gesicht. Nein, er würde bestimmt nicht so herumlaufen, nicht einmal für Chiara.

Rasch zog er es wieder aus und meinte in Richtung Kabinentür, „Hast du noch ein Hemd, das ich probieren soll, oder kann ich jetzt endlich damit aufhören, mir albern vorzukommen?“ Aus Chiaras Richtung vernahm er nur ein gedämpftes Schnauben und eine Hand streckte ihm einen weiteren Schwung Kleidung in die Kabine. Mit einem resignierten Seufzer nahm er ihn und fing an, den Haufen nach etwas Brauchbarem zu sichten.



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RE: Chasing Ted

ZEIT

So ist das also. Die Lösung ist so einfach, wenn man erst einmal weiß, wo man suchen muss. Und doch klingt sie erschreckend nach Science Fiction. Oder wie ein schlechter Krimi. Ich bin jetzt durch Zufall darauf gestoßen. Ob Andere das auch schon sind? Wäre ich neugierig genug, wäre das wohl das erste, was ich herausfinden muss. Aber ich bin es eben nicht. Ich darf es in meinem Job auch gar nicht sein. Und so kümmert es mich auch nicht.

Was aber in meinem Job lebenswichtig ist, ist schnelles Handeln. Ich muss mein Wissen möglichst geschickt ausspielen, bevor mir jemand anderes zuvor kommt!

Theodore Gerald Laredo. Der arme Kleine ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Und wenn ich es richtig anstelle, ist er mir hilflos ausgeliefert, weil ich jetzt seinen Namen kenne. Ich habe nichts Persönliches gegen ihn, doch er braucht einen kleinen Wink in die richtige Richtung. Er soll ruhig wissen, dass ich auf seiner Spur bin! Egal, wann, wie und wo.

Das kleine Büro ist dunkel und leer. Nachts scheint hier niemand zu arbeiten. Brav. So kann ich ungesehen wieder verschwinden.

Hastig durchsuche ich den viel zu vollen Schreibtisch nach Papier und Stift und werde nach kurzem auch fündig. Sogar Kuverts sind in der Schublade. Auf dem Schreibtisch ist kein Platz, also gehe ich auf dem Boden in die Hocke zum Schreiben.

Nur ein paar Worte, mehr brauche ich nicht zu schreiben. Niemand muss mehr wissen als nötig. Und ich bin mir sicher, die Worte werden ihren Sinn nicht verfehlen.

Bevor ich wieder aufstehe sehe ich mich noch einmal aufmerksam um, nehme dann das Blatt Papier, falte es und stecke es in den leeren Umschlag. Ich vermerke noch den Namen des Empfängers darauf, lege den Stift zurück in die Schublade und platziere den Brief, bevor ich mich auf den Weg zurück mache.


Fortsetzung folgt...


Charlie Kaufman: Here you go. The killer's a literature professor. He cuts off little chunks from his victims' bodies until they die. He calls himself "the deconstructionist".
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