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"Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?
Nach oben Beitrag drucken #1
Geschrieben am 01.10.2011 - 18:55:44
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Bekanntermaßen, und da mache ich auch keinen Hehl draus, bin ich ja kein wirklicher Freund der hierzulande ansässigen Mentalität. Interest Speziell die Art und Weise wie unschön die Leute hier oftmals miteinander umgehen, gerade wenn es um fremde Menschen geht, die verärgert mich sehr. Also das ("typisch") egoistisch-unfreundliche Verhalten.

Und damit sich nicht gleich wer persönlich angesprochen fühlt und es wieder heißt, "es sind aber nicht alle so", denn ich möchte hier ernsthaft bestimmte Verhaltensweisen ergründen, bitte ich zur Kenntnis zu nehmen, daß sich dieser Thread pauschal und nicht als Vorwurf versteht.

Selbstverständlich wissen wir alle, daß es in jedem Land Klischees über andere Länder gibt, bzw. deren Einwohner, und so gibt es eben auch entsprechende Klischees über die Deutschen.
Um vorab gleich mal ein paar positive zu nennen, die trotz der real sinkenden Qualität des Labels 'Made in Germany' nachwievor in der Welt bestand haben: pünktlich, ordentlich/sauber, gewissenhaft.

Die Aussage "Typisch deutsch!" und deren Gebrauch bezieht sich i.d.R. ja auf die negativen Aspekte, respektive kommen Klischees (egal ob positiv oder negativ) ja nicht einfach so unbegründet von irgendwo her.

Im aktuellen Programm des Kabarettisten Max Uthoff, was ich erst kürzlich gesehen habe (just FYI: was die politischen Realitäten betrifft, die bringt er übrigens auch echt scharfsinnig auf den Punkt, ein tolles Programm, lohnt sich wirklich anzuschauen *thumbs up*), da prangert er seine Landsleute entsprechend wortgewandt diesbezüglich an.
(es gibt neben mir halt doch noch genug andere Leute, die da Diskrepanzen erkennen ;-)
Hier ein Auszug:

Max Uthoff - 'Sie befinden sich hier' (live, 2011), Auszug:

... "Wir müssen an unserer Entspannung arbeiten. Kommen Sie, wir Deutschen sind nicht das lockerste Volk der Welt. Der einzige Tanz den wir der Welt geschenkt haben, das ist der Stechschritt. Deswegen müssen wir ja auch immer südländische Lebensfreude imitieren, weil wir das selbst gar nicht herstellen können.

Bei der WM, oder nächstes Jahr bei der Europameisterschaft, da wird man es wieder erleben. Wenn da, nach gewonnenen Fußballspielen, tausende hupend durch die Innenstadt fahren. Das ist doch nicht deutsch. Ausdruck deutscher Lebensfreude ist es doch, denjenigen der hupt aufzuschreiben und bei der Polizei anzuzeigen." ...

Was die "Lebensfreude" angeht (und das sofortige Vergällen dieser durch die Obrigkeit), da erinnere ich mich bei Family Guy an diese Szene:
Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber so sehen (in diesem Fall) die Amerikaner eben pauschal die Deutschen.

Dieses Klischee, was in diesem Beispiel die Amerikaner von den Deutschen haben, spiegelt sich aber auch genau in dem wieder, was Deutsche wie eben Max Uthoff selber von ihren Landsleuten sagen, nämlich das "Lebensfreude [und der Ausdruck dieser] imitiert werden muß", weil sie von Hause aus gar nicht wirklich drin steckt.

Wenn einer meint dieses Klischee sei völlig unbegründet, warum gibt es das dann überhaupt, und warum sagt es dann obendrein ein Deutscher seinen Landsleuten öffentlich so direkt ins Gesicht?

Und woher kommt es, siehe zweiter Absatz des Auszugs, daß sich viele scheinbar nur daran "erfreuen" können, wenn sie andere verpfeifen?
(noch perverser ist es in diesem Zusammenhang natürlich, Stichwort Doppelmoral, wenn jemand sich selbst das Recht herausnimmt es tun zu dürfen, andere aber für die gleiche Sache anzeigt)

Das waren jetzt mal zwei fremdzitierte negative Eigenschaften.

Was ich persönlich im Alltag am häufigsten mitbekomme, das ist das eingangs schon erwähnte egoistisch-unfreundliche Verhalten. Das ist das was man auch durch andere Nationen immer wieder mitbekommt, daß die Deutschen im Ausland eben overall den Ruf eines nicht gerade freundlichen Volks haben.

Die Supermarkt-Situation ist immer ein gutes Beispiel, um der Unfreundlichkeit (fremden gegenüber) ein Gesicht zu geben, wo sich eben Miteinkäufer so aufführen, als wenn jeder einzelne davon ganz alleine im Laden wäre und alle anderen Menschen auf diesen paar Quadratmetern völlig belanglos und keiner Beachtung und Rücksichtnahme wert sind. Bugged

Dabei fällt mir gerade Loriot's grandioser Satz ein (der ja auch ausgiebig die Art der Deutschen sehr genial in Bild und Ton festgehalten hat), als er bei Pappa Ante Portas den Supermarkt betritt:
"Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!"
Dieser eine kleine Satz, und wie er ihn gesprochen hat, der spricht echt Bände. Whistling

Ein typisches Verhalten im Supermarkt, ist z.B. das mir ständig unterkommende Wagen -alle anderen blockierend- mitten im Gang stehen lassen, und dann auch keinerlei Anstalten machen diesen selber beiseite zu fahren, als wenn man kein peripheres Sehen hätte, um zu erkennen, daß ein Miteinkäufer auf einen selber und somit den fehlgeparkten Wagen zusteuert und dadurch aber logischerweise behindert wird.

Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach ständig an der Tagesordnung, weil hier (Achtung: pauschalisiert) "jeder" egoistisch nur seinem Ziel nachgeht, Motto: "Nach mir die Sintflut!"

Im schlimmsten Fall wird man sogar noch mit bösen Blicken bestraft ("Was macht der Typ sich da an meinem Wagen zu schaffen?!! Das darf der gar nicht!"), wenn man es wagt des "Königs" fehlgeparkten Einkaufswagen ungefragt in Eigenregie aus dem fließenden Verkehr auf den Seitenstreifen umzuparken.

Freundliche Rücksichtnahme für seine Mitmenschen... ist das wirklich zuviel verlangt?

Ich weiß, der eine oder andere wird gleich wieder die Augen verdrehen, wenn ich als Beispiel wieder mal die Amerikaner nenne, es ist aber nun mal einfach deren Kultur und Mentalität, der ich bis dato -vor allen anderen Ländern- am längsten und häufigsten ausgesetzt war, passiv sowohl u.a. über das Medium der Medien, als auch aktiv durch monatelangen Aufenthalt in den USA, und wo ich einfach basierend auf diesen Erfahrungen deren generelle Verhaltensweisen im Alltag mit denen der Deutschen vergleichen (und für mich bewerten) kann.

Und eben alleine nur im Beispiel Supermarkt, also einem Bereich, wo man auf engerem Raum ständig fremde Leute trifft und miteinander auskommen muß, alleine dabei gibt es doch ziemliche Divergenzen zwischen beiden Nationen.

Und ja, ich höre auch schon wieder die Stimmen, "die Amis sind doch aber alle nur total oberflächlich", worauf ich auch wieder nur erwidern kann (ohne diese Aussage dadurch zu bekräftigen, denn das entspricht einfach nicht den Tatsachen): "Ich lasse mich 1000x lieber mit freundlicher und rücksichtnehmender Oberflächlichkeit behandeln, als mit 100% ehrlicher Unfreundlich- und Rücksichtslosigkeit!" Interest

Für mich persönlich war u.a. die Supermarkt-Erfahrung in den USA jedenfalls (ohne Übertreibung) eine Offenbarung, in Bezug auf das was ich bis dato seit Jahrzehnten nur aus DE als Status Quo gewohnt war, nämlich wie viel angenehmer und streßfreier ein solches Zusammentreffen fremder Menschen ablaufen kann. Yes

Ich stelle mir generell immer wieder die Frage: Warum können die Menschen hier nicht auch einfach mal noch etwas freundlicher und rücksichtsvoller zu ihren Mitmenschen sein, egal in welcher Situation oder Lebenslage?

In den letzten 30 Jahren hat sich viel verändert, auch in Deutschland, und das ist der Zeitraum, den ich bei vollem Bewußtsein mitbekommen habe. Aber an der Mentalität, bzw. am generellen Umgang miteinander hat sich vom Gefühl her aber nicht wirklich was verändert, respektive sehe ich nicht, daß da irgendwas signifikant besser geworden ist...

...wie seht Ihr das?

Bin schon auf Eure Antworten, Meinungen etc. gespannt.


"Oh gravity.. thou art a heartless bitch." ~Sheldon Cooper, Ph.D.
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Geschrieben am 01.10.2011 - 19:29:06
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Ich verstehe deinen Standpunkt durchaus und kann alles sehr gut nachvollziehen.
Mir ging es heute auch so, aber man darf nie vergessen, dass es dennoch Menschen gibt, die gutes Benehmen vorweisen können und sich auch sehr zivilisiert verhalten.
Sicherlich sieht man auch mehr als genug Menschen die auf alles sch***** und nur auf sich Rücksicht nehmen.

Dieser Egoismus geht mir auch gegen den Strich. Meine Mutter hat eine kaputte Hüfte und wurde heute beinahe von jemandem beim einkaufen über den Haufen gelaufen.
Wenn sie gestürzt wäre, wäre ich sicher explodiert.
Da könnte ich platzen vor Wut.

Viele Leute nehmen einfach keine Rücksicht auf andere.
Da wünscht man sich wirklich oft ein Superheld zu sein.


Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.
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Geschrieben am 01.10.2011 - 19:48:41
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Nerd hat geschrieben:
man darf nie vergessen, dass es dennoch Menschen gibt, die gutes Benehmen vorweisen können und sich auch sehr zivilisiert verhalten.

Ja, das ist selbstverständlich klar. Smile

ABER: Das ist hier nicht Thema. Es geht hier in diesem Thread nicht darum mit jedem Post die Guten gegen meine Aussagen verteidigen zu müssen, sondern darum Verhaltensweisen anzusprechen und zu diskutieren. Es wurde jetzt einmal zu Protokoll genommen und bedarf für den weiteren Verlauf des Threads keiner Wiederholung, thx.

Dann haben wir das ja schon mal geklärt. Cool


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Geschrieben am 01.10.2011 - 20:47:12
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

LOL "bedarf keiner Wiedeholung" ROTFLOL


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Geschrieben am 02.10.2011 - 00:49:53
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Als wir auf unsrer Maturareise gegen Ende doch noch in Deutschland waren ist mir eig. nur aufgefallen das alle Verkäufer, seis am Kiosk, an der Tankstelle, oder im Museum recht schnell genervt/feindseelig wurden wenn man nicht schnell wusste was man wollte.
Ansonsten ist mir in den 3 Tagen nichts negatives aufgefallen.

An der Stelle muss ich aber (sorry Kai^^) die lieben Leute vom Steinbruch im Neandertal loben. Wir haben verbotener Weise auf Firmengelände gezeltet und wurden am nächsten Morgen wirklich freundlich von einem Mann darauf hingewiesen (nachdem er gemerkt hat das wir auch freundlich sind und keinen Streit suchen) das wir in den nächsten 2h verschwinden sollten. Wenig später kam ein andrer Herr und hat uns auch darauf hingewiesen wir sollten gehen, der war sogar noch freundlicher und hat uns sogar erzählt das es vor kurzem dort einen Partyunfall gab und die Firma deswegn jezt bisl vorsichtiger is usw. und hat uns sogar den Weg zu einem abgelegeneren Platz zum campen (auch Firmengelände) beschrieben. Mit der Anleitung haben wir dann zwar nichts gefunden und mussten wild im Wald campen, aber der Gedanke zählt =)

So um aber nochmal über die Deutschen herzuziehen: Euer gesamtes Bahnpersonal ist unfähig und nervt >.> Ist in Frankreich aber genauso =)


People assume that time is a strict progression of cause to effect, but actually from a non-linear, non-subjective viewpoint, it's more like a big ball of wibbly wobbly... timey wimey... stuff.
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Geschrieben am 02.10.2011 - 10:17:39
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Typisch deutsch, hmmm? Gibts das überhaupt? Ich find Pünktlichkeit und Ordnung auch gut, insofern wäre ich ja dann typisch deutsch....aber sind andere weniger pünktlich oder ordentlich? Generell lehne ich dieses "Rassen"-Denken ab. Überwiegend finde ich schon, dass es viel zu viel ungeschultes und unfreundliches Personal gibt (egal wo), aber : das ist ja ein hausgemachtes Problem, wie motiviert kann eine 400€ Kraft sein die nur rumgeschubst wird? Und wenn man eben nur ungeschultes Personal einstellt um die Lohnkosten zu senken kann man von dieser Person auch nicht allzuviel Sachverstand für den Job erwarten.
Was den Supermarkt angeht : ein solches Verhalten finde ich nicht typisch deutsch sondern typisch Egoist, die gibts bestimmt auch in anderen Ländern. Ich kann das nicht beurteilen, ist das in Frankreich oder England anders?
Lieber Kai, vielleicht fällt dir das so häufig so negativ auf, weil du eigentlich woanders sein möchtest? (nur son Gedanke)


Love is always patient and kind, it is never jealous. Love is never boastful or conceited, it is never rude or selfish. It does not take offense and is not resentful. It is always ready to excuse, to trust, to hope and to endure whatever comes
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Geschrieben am 02.10.2011 - 14:53:18
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Nowhereman hat geschrieben:
An der Stelle muss ich aber ...

@ALL: Wie ich bereits schrieb, in diesem Thread geht es nicht darum Negatives durch Positives ausgleichen zu müssen. Nochmal, das ist hier nicht das Thema. Wer gute Erfahrungen teilen möchte, der kann das gerne in Bea's "neulich im Leben" Thread tun.

Dieser Thread hier soll bitte entsprechend nur dem eigentlichen Thema geführt werden, danke.





Nowhereman hat geschrieben:
aufgefallen das alle Verkäufer, seis am Kiosk, an der Tankstelle, oder im Museum recht schnell genervt/feindseelig wurden wenn man nicht schnell wusste was man wollte

Okay, ich versuche das mal zu analysieren:
Man braucht sich nichts vormachen (und das weiß jeder, der etwas ehrliche Eigenreflektion betreiben kann), die Grundeinstellung, welche auf die eigenen Erfahrungen zurückgeführt, und das hat nicht viel mit dem bewußten Selbst zu tun, sondern eben mit unbewußten "Instinkten" und der entsprechend unbewußten Reaktion darauf, die man in dieser Gesellschaft sein Leben lang gemacht hat, ist die, daß man generell immer erstmal in der Erwartungshaltung ist/davon ausgeht, daß fremde Menschen einem in solchen u.ä. Situationen verhältnismäßig eher überwiegend "feindlich" gesinnt sind, bzw. erwartet man eben vom Gegenüber i.d.R. sowas wie Genervt-/Gestreßtheit, Ungeduld usw., als das man völlig vorbehaltlos in ein solches Zusammentreffen geht.

Nach dem Motto, "Angriff ist die beste Verteidigung", stellt man sich dann instinktiv also schon mal auf mögliche Eventualitäten ein, um, sollte es in der Tat dazu kommen, einen wie auch immer gearteten "Angriff" direkt erfolgreich abwehren zu können. Das bedeutet im Umkehrschluß, man selber steht dauerhaft unter einer gewissen Anspannung (immer bereit negativ auf negative Attacken zu reagieren), was sich ohne Zweifel dann auch, für denjenigen selber nicht zu erkennen, nach außen in seinem overall Auftreten negativ bemerkbar macht (Mimik, Tonfall usw.).

Egal ob es jetzt der Verkäufer oder der Kunde ist, beide treffen also schon mit dieser "Vorbelastung" aufeinander. Aus Sicht des Verkäufers wird es sich dann wohl so darstellen, daß ein Kunde der nicht, "wie es sich gehört", zügig das Prozedere durchläuft und somit den Verkehr aufhält, die (ohnehin schon prophylaktisch als "feindlich" eingestufte) Stimmung der hinter ihm wartenden Kunden entsprechend noch mehr negativ polarisiert ("Was käst der Typ an der Kasse sich denn da so aus, kann der nicht gefälligst mal schneller machen, langsam werde ich sauer!") und dadurch dann selber eine (noch) genervtere und ruppige Verhaltensweise an den Tag legt, in der Hoffnung so den lahmenden Kunden -vermeintlich subtil- dazu zu zwingen, seinen Prozeß zu beschleunigen.

Die Weitergabe des eigenen Frusts, um einen anderen mitverantwortlich machen zu können, denn "geteiltes Leid, ist halbes Leid" (dabei teilt man hier komischerweise gerne ;-), desjenigen der von einem anderen aufgehalten wurde, der wird so manches Mal dann leider den armen Verkäufer treffen, der an der Situation des Gefrusteten ja so erstmal gar keine Schuld trägt. Und das führt i.d.R auch dazu, daß der eh schon unter Anspannung stehende Verkäufer einem solch gefrusteten Kunden, der es am Verkäufer ausläßt, dann entsprechend genauso unfreundlich entgegentritt.

Das Ergebnis solcher --unnötigen-- Konfrontationen ist, sowohl Kunde, als auch Verkäufer gehen am Ende des Tages wieder ein Stück weit gefrusteter nach Hause. Und das dieser Frust dann oftmals auch zu Hause an wiederum anderen ausgelassen wird (wie auch immer sich das dann darstellt), die ebenfalls nichts dafür können, das ist leider auch von der Hand zu weisen.

Es ist eben leider ein verfluchter Teufelskreislauf, der Verkäufer erwartet täglich schon unfreundliche Kunden (und muß diese ja auch nicht freundlich bedienen, da sowas, im Gegensatz zu z.B. den USA, wo man durch sowas seinen Job aber ganz schnell wieder los ist, ja nicht ernsthaft Bestandteil deutscher Anstellungsverhältnisses ist, bzw. "dank" Kündigungsschutz ein Angestellter einfach auf einem zu hohen Roß sitzen kann) und der Käufer erwartet entsprechend immer schon unfreundliche Verkäufer (da sie es sich ja scheinbar ohne größere Konsequenzen wirklich erlauben können). Das diese Kombination einfach nicht gut ausgehen kann, das dürfte wohl jedem klar sein. Sad

Das es hier überhaupt immer so schnell zu solchen Frustsituationen kommt, liegt wohl daran, daß die Deutschen eben einfach wirklich nicht das lockerste und gelassenste Volk der Welt sind. Wie Max Uthoff schon richtig erkannt hat: "Wir müssen an unserer Entspannung arbeiten." Interest

Ein großer Unterschied zwischen z.B. eben der amerikanischen und der deutschen Mentalität ist, wie ich es selbst in vielen Situationen am eigenen Leib in Natura miterlebt habe, daß die Amis einfach wirklich um einiges gelassener/entspannter sind. In den USA muß nicht jeder immer der erste an der Supermarktkasse oder an der Ampel o.ä. sein. Da stellt man sich brav hinten an und wartet entspannt bis man an der Reihe ist, und das eben ohne Frust. Da wird einfach nicht ständig so ein Egotripp gefahren, wie man es hier erlebt.

Ein solches Zusammenleben, wo eben nicht jeder der Erste sein muß, wo alle irgendwie entspannter sind und wo man seinem Mitmenschen mehr Freundlichkeit, Höflichkeit, Rücksicht, Respekt und Anstand entgegenbringt, das ist einfach viel angenehmer und streßfreier. Das müßte aber eigentlich jedem einleuchten. Man kann es sich halt unnötig schwer machen, und das machen die Deutschen aus meiner Sicht. *sigh*





RoLaren hat geschrieben:
Typisch deutsch, hmmm? Gibts das überhaupt?

Ich sage ja, denn jedes Land hat halt seine eigene Mentalität und das kann man eben darüber ausdrücken, und das kann positiv oder auch negativ sein.





RoLaren hat geschrieben:
aber sind andere weniger pünktlich oder ordentlich?

Oh ja! Was meinst Du wie viele unpünktlich-schlampige Deutsche es gibt. Wink





RoLaren hat geschrieben:
Generell lehne ich dieses "Rassen"-Denken ab.

Aber es ist doch nun mal pauschal einfach so, andere Länder haben andere Sitten. Natürlich ist nicht jeder Deutsche pünktlich, aber die Mehrheit wohl doch, und so stechen dann in anderen Ländern eben andere Attribute hervor. Das Wort "Siestamentalität", als Beispiel, kommt ja auch irgendwo her, weil in bestimmten Ländern die Arbeitsmoral eben doch etwas anders ist, als z.B. in Deutschland oder Japan. Interest





RoLaren hat geschrieben:
Überwiegend finde ich schon, dass es viel zu viel ungeschultes und unfreundliches Personal gibt

Jupp, das ist eben der generelle Eindruck, der sich einem in Deutschland bietet.





RoLaren hat geschrieben:
aber : das ist ja ein hausgemachtes Problem, wie motiviert kann eine 400€ Kraft sein die nur rumgeschubst wird?

Das trifft meiner Meinung nach auf sehr viele Sachen in Deutschland zu. Deutschland hat das Prinzip des Anreizes eben einfach immer noch nicht verstanden (warum das so ist, was eigentlich einem ja schon der gesunde Menschenverstand sagt, daß man Leute motivieren muß, das habe ich bis heute nicht verstanden Baffled 7 D'OH!), also das ein guter Arbeiter ein glücklicher Arbeiter ist. Und wie kann man einen Arbeiter glücklich machen, indem man ihn für seine Arbeit auch entsprechend entlohnt (oder sogar noch mehr Anreize schafft, zusätzliche Umsatzbeteilungen o.ä.)!

Wie sagte Volker Pispers schon so schön: "Ein Mensch, der 40 Stunden arbeiten geht, der muss von dem Geld auch leben können, und zwar HIER und nicht in Bangladesch!" Bugged

Ich finde es auch extrem demotivierend, daß in Deutschland so dermaßen viel verboten ist, man hat kaum Möglichkeiten sich frei auszuleben, alles ist bis zum Erbrechen reglementiert und die unsinnigsten Lächerlichkeiten sind verboten (was einem den Spaß an allen Ecken und Enden ordentlich vergällt). Der Deutsche hat grundsätzlich ja auch vor allem und jedem Angst, deswegen versucht er immer und überall durch Gesetze das Risiko einer Gefahr schon im Keim zu ersticken, dadurch leiden dann aber sämtliche anderen Parameter des Lebens. D'OH! Das wiederum verstärkt die generelle Unzufriedenheit im Land, die sich dann wieder durch entsprechend gereiztes und egoistisches Auftreten ausdrückt.






RoLaren hat geschrieben:
Was den Supermarkt angeht : ein solches Verhalten finde ich nicht typisch deutsch sondern typisch Egoist, die gibts bestimmt auch in anderen Ländern. Ich kann das nicht beurteilen, ist das in Frankreich oder England anders?

Natürlich gibt es auch in anderen Ländern Egoisten, das streitet auch keiner ab. In Deutschland ist diese Zahl aber leider einfach um ein Vielfaches höher (das sieht doch jeder tagtäglich, und wem das ernsthaft nicht auffällt, der muß sich echt mal die Pupille schärfen lassen), so das man dann eben doch von "typisch deutsch" als zusammenfassenden Begriff sprechen kann.

Egoismus, Neid/Mißgunst und "nach mir die Sintflut", alles Attribute die in Deutschland leider häufig vertreten sind. Und wer das ernsthaft nicht sieht oder aber nicht wahr haben will, tja, dem kann ich dann leider auch nicht helfen...





RoLaren hat geschrieben:
Lieber Kai, vielleicht fällt dir das so häufig so negativ auf, weil du eigentlich woanders sein möchtest? (nur son Gedanke)

Das ich lieber woanders leben würde, das steht wohl außer Frage. Whistling
Aber denkt jetzt alle mal bitte ganz genau über folgendes nach: Warum zeigen andere Länder bestimmte deutschen Verhaltensweisen als negativ auf, die aus Eurer Sicht doch aber gar nicht so schlimm sind? Ganz einfach, weil sie es eben doch sind und Ihr aber unglücklicherweise an diesen Status Quo gewohnt seid! Das ist leider Eure Normalität, und sich was anderes (besseres) vorstellen, das erscheint unrealistisch (ein freundlicheres Zusammenleben ist in anderen Ländern aber Gang und Gäbe, Realität).

Ich verweigere mich vehement gegen diese "deutsche Normalität", bestehend eben aus all den ganzen bereits aufgezählten negativen Faktoren! Boxing

Das ist für andere auch eben so gar nicht normal, überhaupt nicht erstrebenswert und ich persönlich will das auch nicht haben, EINFACH AUS DEM GRUND, weil man durch ein freundlicheres und entspannteres Sein 1000x harmonischer mit einander zusammenleben kann, that's a fact!

Ich würde mein gesamtes Hab und Gut darauf verwetten, daß die Mehrheit derer die z.B. schon mal in den USA waren, mit der Erkenntnis nach Deutschland zurückgekommen sind, daß das Miteinander dort viel harmonischer ist, man von Fremden viel freundlicher und respektvoller behandelt wird usw. UND DAS DAS was ist, was sie sich auch für Deutschland wünschen würden.

Ganz ehrlich, wer es schon mal anders erlebt hat und dennoch das unfreundlichere deutsche Miteinander besser findet, der muß echt auf einem anderen Planeten leben. Dazu würde mir absolut nichts mehr einfallen. Baffled 2 Wacko ...außer vielleicht das Wort: "Masochismus"...

Und weil ich aber eigentlich davon ausgehe, daß die Mehrheit eben doch Harmonie bevorzugt, verstehe ich halt nicht, warum sich aber dennoch bis dato nicht wirklich was an der Gesamtsituation geändert hat? Ist der Gruppenzwang, oder wie auch immer man das benennen möchte, einfach stärker, also das die im Alltag immer wieder vorkommenden Frustmomente die generelle "Leck-Arsch-Einstellung" hervorrufen und sich jeder zwar denkt, "ich hätte es gerne harmonischer", dann aber doch wieder das "warum soll ich mich anstrengen, wenn ja scheinbar doch kein anderer mitmacht" die Überhand gewinnt? Baffled 7


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Geschrieben am 02.10.2011 - 22:26:19
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Ich mag die Deutschen. Und nein, ich finde fast nichts "typisch deutsch". wie auch? Es gibt so viele Zugezogene aus anderen Kulturkreisen. Wie soll es da ein typisch geben? "Typisch XY", das bedeutet für mich zu schlichtes Schubladendenken und das finde ich nicht nur kurzsichtig, sondern auch gefährlich.

Ich kenne viele, viele Menschen, war in einigen Ländern - und ich finde nicht, dass man andernorts freundlicher ist. Das ist, wie gesagt, blödes Vorurteilsdenken.
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Geschrieben am 03.10.2011 - 06:31:16
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Undefined hat geschrieben:
Ich mag die Deutschen. Und nein, ich finde fast nichts "typisch deutsch". wie auch? Es gibt so viele Zugezogene aus anderen Kulturkreisen. Wie soll es da ein typisch geben? "Typisch XY", das bedeutet für mich zu schlichtes Schubladendenken und das finde ich nicht nur kurzsichtig, sondern auch gefährlich.

Ich kenne viele, viele Menschen, war in einigen Ländern - und ich finde nicht, dass man andernorts freundlicher ist. Das ist, wie gesagt, blödes Vorurteilsdenken.

Two Thumbs Updito
Mittlerweile kenne ich auch einige Leute, die zu Besuch in Deutschland waren/sind und sich positiv über d. Deutschen äußern
und zugrgebenermaßen überrascht sind, dass die immer noch vorhandenen Klischees gar nicht greifen.
Offensichtlich gibts nicht nur "Ausländerfeindlichkeit" sondern auch "Inländerfeindlichkeit"
Man sollte auch mal über Begriffe wie "Erwartungshaltung" nachdenken.....


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Geschrieben am 01.11.2011 - 12:40:08
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Ah, sehr interessantes Thema, über das ich auch schon viel nachdenken musste.
Erstmal vielleicht generell meine Einstellung zu Nationalismus und Nationalstolz:
Schopenhauer sagte sinngemäß einmal: "Nationalstolz ist die erbärmlichste Art von Stolz, da er zeigt, dass man selbst nicht genügen Qualitäten besitzt, auf die man stolz sein könnte. Aus diesem Grund flüchtet man in diesen Kollektiv-Stolz".
Sehe ich ziemlich ähnlich.

Aber nun zum eigentlichen Thema, der deutsche "Volkscharakter":
Das man so eine Art Volkscharakter bzw. Volksmentalität ausmachen kann, denke ich schon. Aber natürlich bei jedem Menschen in unterschiedlich starker Ausprägung.
Was für mich ein typisches Zeichen dieser Mentalität ist, ist folgendes: obwohl die deutsche Sprache äußerst exakt und genau ist, versagt sie beim Glücksbegriff. So gut wie jede andere Sprache auf der Welt hat unterschiedliche, differenzierte Glücksbegriffe (beispielsweise für das Zufallsglück, für das glückliche Erleben eines Moments, oder auch für ein dauerhaftes Leben im Glück). Wir Deutschen kennen für all das nur einen Begriff: Glück. Ich interpretiere das als Zeichen "deutscher Griesgrämigkeit".

Man kann diesen Volkscharakter natürlich auch bei anderen Sprachen ausmachen. Ein Beispiel aus dem Französischen:
"Etwas holen" bedeutet im Französischen "aller chercher", wörtlich übersetzt bedeutet das aber "Etwas suchen gehen". Hier zeigt sich der eher lockere Volkscharakter der Franzosen: sie sagen nicht "Ich gehe etwas holen", also ein Ausspruch mit Bestimmtheit im Handeln, sondern sie sagen "Ich schau mal danach - entweder ich finde es, oder eben nicht". Siie sind nicht so "versteift" wie die/wir Deutschen.

Es gibt auch noch einen ziemlich interessanten (wie auch witzigen) Vortrag eines franz. Philosophen (Namen hab ich natürlich vergessen, müsste ich nochmal recherchieren), der anhand der Toilettenform den Nationalcharakter eines Volkes rekonstruiert. Falls es interessiert, kann ich den Vortrag auch näher erläutern. Da es aber um Toiletten und Exkremente geht, warte ich mal lieber, ob überhaupt Nachfrage hierzu besteht.^^

Grüße,
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Geschrieben am 01.11.2011 - 14:15:43
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

PeopleAreStrange hat geschrieben:
Was für mich ein typisches Zeichen dieser Mentalität ist, ist folgendes: obwohl die deutsche Sprache äußerst exakt und genau ist, versagt sie beim Glücksbegriff


Echt? Ist mir so noch nie aufgefallen. Was mir aufgefallen ist : die Deutschen lassen sich von oben eine Reform ihrer Sprache aufdrücken, weil es gewissen Immigranten schwer fällt diese zu lernen, was sagt uns das? Vor fünfzig Jahren gab es ja schon mal Leute die mit dem Erlernen unserer Sprache Probleme hatten, denen ist man nicht so entgegen gekommen......aber ich schweife schon wieder ab.
Was den Nationalstolz angeht : den darf und sollte man ruhig haben, auch über Fussball hinaus. Ich definiere mich durch weit mehr als meine Nationalität (oder andere Einzelmerkmale) und hier in DE gibts jetzt nicht so viel worauf man stolz sein könnte, aber wir müssen nicht ständig den Kopf einziehen. Zu stolz auf sich selber zu sein ist auch ein Problem, man sollte immer auch noch die eigenen Schwächen erkennen können, denn die hat jeder.


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Geschrieben am 01.11.2011 - 14:15:47
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

PeopleAreStrange hat geschrieben:
warte ich mal lieber, ob überhaupt Nachfrage hierzu besteht.^^

Auf jeden Fall.


"Oh gravity.. thou art a heartless bitch." ~Sheldon Cooper, Ph.D.
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Geschrieben am 01.11.2011 - 14:41:37
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

Dr. Sheldon Cooper hat geschrieben:
PeopleAreStrange hat geschrieben:
warte ich mal lieber, ob überhaupt Nachfrage hierzu besteht.^^

Auf jeden Fall.


Na dann!^^

Also gerde zum Vergleich der deutschen und französischen Mentalität führte er folgendes an:
Deutsche Toiletten haben einen "Abfang" für die Exkremente, sie fallen also nicht direkt ins Wasser.
Bei franz. Toiletten hingegegn, fehlt dieser "Abfang".

Dies wurde nun folgendermaßen interpretiert: der "Abfang" bei den Deutschen verdeutlicht deren kontemplativen Charakter, nach dem Motto: "Ah, mal sehen, was ich da gemacht habe! Aha...hmm...so so." Es soll also den "Genauigkeitsdrang" bzw. beinahe "-zwang", also die Neigung der Deutschen, alles zu protokollieren, verdeutlichen.

Bei den Franzosen fallen die Exkremente direkt ins Wasser; das verdeutlicht deren "stürmischen", "revolutionären" Volkscharakter.

Zum Vergleich kann man dann auch die historischen Begebenheiten der beiden Länder heranziehen: beispielsweise war die franz. Revolution 1789 von ganz anderem Charakter (gerade im Bezug auf deren Radikalität und Ausführung), als die der Deutschen 1848/49.



Ich hoffe, ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt.^^
Mal schauen, irgendwo muss dieser Vortrag auch noch bei mir herumfahren. Wenn, bzw. falls ich ihn finde, kann ich auch noch wichtige Sachen nachtragen/ergänzen.

Grüße,
PeopleAreStrange

EDIT: @ RoLaren: Folgeder Link zeigt eine ganz gute Überischt über die verschiedenen Glücksbegriffe in den verschiedenen Sprachen: http://www.glueck...t/welt.htm

EDIT2:
RoLaren hat geschrieben:
Was den Nationalstolz angeht : den darf und sollte man ruhig haben, auch über Fussball hinaus. Ich definiere mich durch weit mehr als meine Nationalität (oder andere Einzelmerkmale) und hier in DE gibts jetzt nicht so viel worauf man stolz sein könnte, aber wir müssen nicht ständig den Kopf einziehen. Zu stolz auf sich selber zu sein ist auch ein Problem, man sollte immer auch noch die eigenen Schwächen erkennen können, denn die hat jeder.


Verwechselst Du da nicht Nationalstolz mit Heimatliebe?


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Bearbeitet von PeopleAreStrange am 01.11.2011 - 14:49:54
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Geschrieben am 01.11.2011 - 14:55:53
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

PeopleAreStrange hat geschrieben:
Verwechselst Du da nicht Nationalstolz mit Heimatliebe?


Definier doch mal beides (also nicht Duden-mässig, sondern persönlich), dann kann ich dir das genau sagen Wink


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Geschrieben am 01.11.2011 - 15:03:51
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RE: "Typisch deutsch!" ...was steckt dahinter?

PeopleAreStrange hat geschrieben:
"deutscher Griesgrämigkeit".

Wie wahr, wie wahr! Leider ist es genau das, was sehr viele Nicht-Deutsche (und auch Deutsche selbst) sehr früh erkennen bzw. aussagen. Neben verstärktem Egoismus, Steif-/Verklemmtheit und Kleinkariertheit. Und es stimmt halt, hier herrscht leider im Großen und Ganzen betrachet unglaubliche Spießbürgerlichkeit und Missgunst ggü. Mitmenschen. In anderen Ländern hingegen (und ich selbst kenne so einige) ist das alles in solch extremer Form ganz sicher nicht vorhanden.

PeopleAreStrange hat geschrieben:
Also gerde zum Vergleich der deutschen und französischen Mentalität führte er folgendes an:
Deutsche Toiletten haben einen "Abfang" für die Exkremente, sie fallen also nicht direkt ins Wasser.
Bei franz. Toiletten hingegegn, fehlt dieser "Abfang".

Dies wurde nun folgendermaßen interpretiert: der "Abfang" bei den Deutschen verdeutlicht deren kontemplativen Charakter, nach dem Motto: "Ah, mal sehen, was ich da gemacht habe! Aha...hmm...so so." Es soll also den "Genauigkeitsdrang" bzw. beinahe "-zwang", also die Neigung der Deutschen, alles zu protokollieren, verdeutlichen.

Bei den Franzosen fallen die Exkremente direkt ins Wasser; das verdeutlicht deren "stürmischen", "revolutionären" Volkscharakter.

Zum Vergleich kann man dann auch die historischen Begebenheiten der beiden Länder heranziehen: beispielsweise war die franz. Revolution 1789 von ganz anderem Charakter (gerade im Bezug auf deren Radikalität und Ausführung), als die der Deutschen 1848/49.


Na wenn DAS mal nicht ein (zu)treffender Vergleich ist! Exzellent! ROFL


Beam me up, Scotty. There's no intelligent life down here

Man kann es auch als eine Art morbide Sympathie für das Chaos bezeichnen... ;)
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